Nach der großen Runde um die Ostsee war es ziemlich ruhig um unsere Dorothea, dem rüstigen Mercedes, geworden. Doch in den letzten beiden Wochen war sie im Zentrum unserer Aktivitäten.
Das neue Kennzeichen ist nur ein kleiner Teil, was geschah, aber wer genau hinschaut sieht, dass wir dieses Jahr eine weitere Deadline haben. Das Saisonkennzeichen erlaubt es uns nur noch bis Monatsende im öffentlichen Verkehrsraum mit dem Benz zur fahren.
Nachdem das Fahrzeug in den Monaten nach der Rallye aus verschiedenen Gründen kaum bis gar nicht bewegt wurde entschieden wir uns ihm einiges an Auslauf zu geben. Nicht umsonst sind wir beide Berufspendler und legen auf dem weg zur Arbeit auch eine beachtliche Strecke zurück. Für meinen Teil kommt so am Tag bis zu 160 Kilometer zusammen.
Und wie jedes ältere Auto brachte Dorothea ihre Geschichte mit. Einer der drei Vorbesitzer war ein Raucher. Vorteil für uns: Keiner ist vor dem Gemüffel in Ohnmacht gefallen. Jedoch man merkte es immer deutlich, wenn man von der frischen Luft ins Auto kam. Schlimm wurde es auch, wenn das Auto in der Sonne stand. Bevor ich große Geschütze, wie eine Ozonbehandlung auffahre versuchte ich es erstmal mit einer gründlichen Reinigung alles Oberflächen und Polster. Knappe 5 Stunden später konnte man meinen der Innenraum wäre neu. Einen guten Teil des über Jahre angesammelten Nikotins habe ich damit wohl aus dem Auto raus gebracht. Es ist erstaunlich wie viel sich sich vor allem auf der Heckscheibe und dem Dachhimmel ansammelt. Dem abschließenden Test müssen sich meine Bemühungen nach der Winterpause stellen, ob sich die alten Gerüche wieder durchgesetzt haben.

Plan war eigentlich auch gewesen einen Ölwechsel zu machen. Aber eine sehr renitente Ölablassschraube überzeugten mich, das Unternehmen auf März zu verschieben. Das Öl selbst war auch nicht im zu schlechten Zustand.
Damit komme ich zu meiner Problemliste. Nicht vergessen, Dorothea ist Baujahr 1994. Allem Anschein nach macht die Ölwannendichtung nicht mehr ihren Job zu 100% richtig. Die rechte Seite der Ölwanne war mit Öl verschmiert. Im Moment nehme ich mir noch heraus, dass selber reparieren zu können. Vielleicht finde ich jemanden, der mir bei festsitzenden Schrauben zur Hand geht. Muss mich aber erst noch einlesen.

Kupplung macht noch ihren Job, aber wer weiß wie lange. Wird über kurz oder lang auch ein Fall für eine Werkstatt werden.
Der Lack um die Antenne herum wirft Blasen, ein deutliches Zeichen für Rost. Die Heckklappe macht mir in dieser Beziehung auch Sorgen. Ich weiß wie gut ich lackieren kann und bin mir nun sicher, dass ich extern machen lassen werde. Positiv anzumerken wäre, dass ich dafür die defekte Antenne wechseln kann und gleich ein gutes Radio einbauen werde.
Im letzten Schritte brachte ich Dorothea in ihr vorläufiges Quartier. Das endgültige muss noch ein wenig aufgeräumt werden. Aber das ist eine andere Gesichte.

Der Hühnerdraht soll einen Versuch darstellen Marder abzuschrecken. Der Karton ist für die Ölwanne, wobei ich glaube, dass dieser im Gras nur nass wird…
